Fliegerhorst AG 51 „I“ Jagel

„Da sitzt du hinter einem Hügel und siehst auf dem Drohnenbildschirm, dass hinter dem Hügel Waffen auf dich gerichtet werden und du kannst nichts machen, außer auf Hilfe zu hoffen.“

• Mein Besuch bei der Bundeswehr mit unserem Generalsekretär Lars Klingbeil

Dieser Wahlkampf-Termin war für mich etwas Besonderes.
Die Bundeswehr ist ein Teil der Identität in meinen Wahlkreis. Viele ehemalige und aktive Soldat*innen leben hier. Trotzdem ist die Bundeswehr nicht mehr so akzeptiert wie sie einmal war, obwohl hier über 2000 Soldat*innen und Zivilist*innen arbeiten.
Das Gelände des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 ist so riesig, dass man Autos und Busse braucht, um schnell von einem Gebäude zum nächsten zu kommen. Die Gebäude sind im schlechten Zustand. Das Geld ist da, die Handwerker aber nicht. Bis zum Abzug unserer Truppen aus Afghanistan sind von hier die Erkundungsflüge gestartet. Das ist nun vorbei. Trotzdem ist der Standort langfristig gesichert. Hier werden künftig Drohnen-Piloten ausgebildet.
Lange haben wir uns mit den Soldat*innen und dem Kommodore über eine mögliche Bewaffnung der unbemannten Flugkörper unterhalten, durften das „Ausbildungszentrum“ sehen und viele Fragen stellen. Intensiv berichteten die Soldat*innen von ihren Erlebnissen und wie viele Situationen anders hätten verlaufen können: „Da sitzt du hinter einem Hügel und siehst auf dem Drohnenbildschirm, dass hinter dem Hügel Waffen auf dich gerichtet werden und du kannst nichts machen, außer auf Hilfe zu hoffen.“
Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Der Bundestag gestaltet das Mandat, also was im Einsatz erlaubt ist und was nicht und vor allem trägt er die Verantwortung, die Soldat*innen zu schützen.Ob die unbemannten Flugkörper bewaffnet werden oder nicht und wie ein solches Mandat aussehen soll, entscheidet der nächste Bundestag, dessen Teil ich werden will. Nachdem Besuch hier vor Ort bin ich mir dieser großen Verantwortung gegenüber den Menschen, die vor mir standen noch bewusster geworden.

Ich werde mich dieser Verantwortung stellen und zur rechten Zeit mit entscheiden.

Bild: SPD Ortsverein Glücksburg